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Pressemitteilung



Freie Sachsen für längeres gemeinsames Lernen

(Zwickau) Nach dem Einzug der Freien Sachsen – der Allianz unabhängiger Wähler in den Sächsischen Landtag werden diese konsequent für eine Änderung des Bildungssystems im Freistaat eintreten. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Forderung der Freien Sachsen, das gemeinsame Lernen der Mädchen und Jungen bis zur 10. Klasse einzuführen. Eine Aufspaltung für den Bildungsweg Gymnasium soll erst nach der 8. Klasse erfolgen, wobei einzig und allein die Befähigung und natürlich der eigene Wille ausschlagend sein dürfen. Die bisherige Praxis, dass schon in den ersten Schuljahren zum Teil erheblicher Druck auf den Kindern und deren Eltern lastet, muss dringend geändert werden. Dies gilt eben auch für die Änderung des üblichen Vorgehens, dass die Lehrerinnen und Lehrer spätestens in der 4. Klasse Bildungsempfehlungen aussprechen und damit häufig schon da den weiteren Lebensweg der Mädchen und Jungen beeinflussen. Die Freien Sachsen sehen sich bei ihrer Forderung im Einklang mit der großen Mehrheit der Wählerinnen und Wähler. Dies kam in den Gesprächen während der Wahlkampfauftritte klar zum Ausdruck. Es gab aber auch das Argument, dass die Begabten dann nicht mehr gefordert und gefördert werden könnten. Das sehen die Freien Sachsen anders. So wie heute z.B. musisch oder sportlich besonders talentierte Kinder in Konservatorien oder Sportschulen ihre Fähigkeiten ständig verbessern können, so soll es nach dem Willen der Freien Sachsen auch entsprechende Einrichtungen für Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Physik, Chemie oder anderen Fächern geben. Offenbar haben auch etablierte Parteien den Sinn des längeren gemeinsamen Lernens erkannt und folgen ansatzweise, aber sehr zögerlich dem Trend. Die Allianz unabhängiger Wähler hat sich ja grundsätzlich zum Ziel gesetzt, mehr Bürgernähe und damit mehr Demokratie durchzusetzen. In der Bildungspolitik, die bekanntermaßen „noch“ Landessache ist, kann nachgewiesen werden, welche Partei den Willen der Menschen in praktische Politik umsetzt. Die Freien Sachsen gehen in ihren Überlegungen zur Bildungspolitik aber noch weiter. Gleiche, länderübergreifende Inhalte der Lehrpläne, gleiche Prüfungsanforderungen, direkt vergleichbare Abiturnoten, die endlich bei Numerus clausus – Studiengängen Ungerechtigkeiten beseitigen, sind nur einige der weiteren Forderungen. Am Ende muss für die Freien Sachsen ein Bundesministerium für Bildung stehen statt 16 Kultusministerien in den Ländern mit einer Vielzahl von Mitarbeitern, unterschiedlichen Strukturen und eben auch Besitzständen. Warum die etablierten Parteien keine Änderung wollen, scheint klar zu sein. Es könnten ja Posten verloren gehen.

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